Autor Thema: Die Terroranschläge 2001 in New York, Bill war in der Stadt  (Gelesen 251 mal)

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Offline Martina

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Die Terroranschläge 2001 in New York, Bill war in der Stadt
« am: 01. Dezember 2008, 12:16:56 »
13.09.07
 
Bill war in New York, als am 11.09.01 die Anschläge in New York passiert sind und sich die beiden Flugzeuge in die Twin Towers gebohrt haben. Damals hatte er noch in NY gewohnt.
Im Forum bei imdb.com schreibt jemand, dass Bill öfter mal im gleichen Fitnesstudio wie sein Dad gewesen ist, aber großen Kontakt hatten die beiden wohl nicht miteinander. Jedenfalls wären beide aber auch gerade wieder dort im Gym gewesen, als die Anschläge passiert sind. Wie weit weg das vom Ground Zero war, weiß ich aber nicht.
Es muss für jemanden, der in NY lebt oder damals dort lebte, ja ein unvorstellbarer Schock gewesen sein. Möchte mal wissen, wie Bill in diesem Moment und in der Zeit danach zumute war.

Wo seid ihr denn gewesen, als die Anschläge passiert sind? Ich selber hatte in dieser Woche frei und war zu Hause. Mittags habe ich dann mal den Fernseher eingeschaltet, weil ich im Videotext nachgucken wollte, was es so Neues gibt. Und da stand dann was davon, das in NY ein Flugzeug in einen der Twin Tower gerast war und man noch nicht wisse, ob es ein Unfall oder Absicht war. Im normalen TV-Programm kamen auch schon Sondersendungen darüber und da hab ich dann mal zugesehen, weil doch alles sehr spektakulär war. Und dann hab ich mitgekriegt, wie es auf einmal hieß, da käme schon wieder ein Flugzeug angeflogen und so hab' ich dann live mit angesehen, wie sich dieses dann in den zweiten Turm gebohrt hat.
Mann, das war ja so was von unglaublich und erschreckend, ich hab dauernd nur gedacht, so was gibt's doch gar nicht, das kann doch alles nicht sein! Ich war ganz aufgedreht und hab dann mittlerweile schon nicht mehr gesessen, sondern mitten im Zimmer gestanden, weil ich so aus dem Häuschen war.

Wie habt ihr selber denn diesen Tag erlebt?

Offline bigbumble_bee

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Die Terroranschläge 2001 in New York, Bill war in der Stadt
« Antwort #1 am: 01. Dezember 2008, 12:17:35 »
13.09.07
 
Für mich wars damals die Hölle. Weil ein sehr guter Feund von mir im dortigen Krankenhaus gearbeitet hat. Ich weiß noch genau das ich mit meinem Sohn auf einkaufen(in Deutschland) war und wir in der Elektroabteilung einen Menschenauflauf sahen. Da wir in der selben Richtung etwas brauchten gingen wir näher heran und haben die Nachrichten gekuckt.Ich war ziemlich (wie alle umstehenden) schockiert und wäre fast in Tränen ausgebrochen. Ich musste im zweiten Moment an Alex, meinen Freund, denken. Mir wurde ganz schlecht. Leider gab es keine Möglichkeit anzurufen weil das ganze Netz zusammen gebrochen war. Zwei Tage lang ging nichts, als morgens um zwei bei mir das Telefon schellte und eine sanfte Stimme sagte : Baby im alright, konnte ich nicht mehr. .... ich zünde heute noch am selben Tag immer eine Kerze an die den ganzen Tag brennt. Man kann nur beten das so etwas nie wieder passiert, leider sieht die Realität anders aus. Nur wenn man,auch nur am Rande, selbst davon betroffen ist sieht man das Leben mit anderen Augen. Alex hat viele Tote und verwundete gesehen und wir das geschehene nie vergessen können. Als Arzt stumpft man doch ein wenig ab, aber vergessen kann man nicht.
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Offline Rabenkind

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Die Terroranschläge 2001 in New York, Bill war in der Stadt
« Antwort #2 am: 01. Dezember 2008, 12:18:33 »
13.09.07  

Ich war tagsüber in der Umschulung. Ein ländliches Haus im Wald gelegen und super entspannend (so macht lernen Spaß).
Auf dem nach Hause Weg habe ich Musik über den mp3 Player gehört und gelesen.
Zu Hause habe ich Diablo2 online gezockt. Da ich immer alle lästigen Chats ausgestellt hatte, konnte ich 'ungestört' vor mich hinzocken und Baal legen.
Am späten Nachmittag bin ich zur Volkshochschule gestiefelt und mit einem guten Freund japanisch gelernt. Keiner der Klassenkameraden hatte was mitbekommen. Auf dem nach Hause Weg sind mein Kumpel und ich an nem Hähnchenstand vorbei gekommen. Ich rief zu Hause an um mich zu erkundigen ob mein Schmauf auch 'n halven Hahn' wollte. Er erzählte mir dann von den TwinTowers. Zuerst sagte ich noch 'Jaja veräppel mich nicht. Hähnchen ja oder nein?' doch er blieb ernst. Na, ich hab den 3mal halbes Hähnchen mitgenommen und zu Hause beim essen TV geschaut. Es lief ja überall.

Ich gebe gerne zu nicht wirklich betroffen/bewegt gewesen zu sein da ich niemanden kannte der da lebt und um den ich Angst gehabt hätte.
Auch heute (wie damals) würde mich lediglich die Sensationsgier vor den Fernseher treiben.

Offline Sunny

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Die Terroranschläge 2001 in New York, Bill war in der Stadt
« Antwort #3 am: 01. Dezember 2008, 12:20:01 »
13.09.07
 
Ich war zuhause und hab ferngesehen. Ich hab mich voll gewundert als plötzlich auf jedem Sender das Gleiche kam & dachte schon, was soll denn das??

Bis ich dann irgendwann kapiert hab, dass das alles Realität ist! Oh Mann, da ist mir echt ganz anders geworden!

Selbst wenn ich jetzt noch Sendungen mit Auschnitten der Flugzeuge oder Menschen, die aus lauter Panik aus dem was weiß ich wievielten Stockwerk springen, sehe, kommen mir immer noch Tränen! Auch den Anfang von Michael Moores Film "Fahrenheit 9/11" finde ich echt heftig; der Bildschirm ist schwarz & man hört einfach nur die Geräusche; Explosionen und Menschen, die in Panik ausbrechen.

Wenn ich an die Geschehnisse denke, fühle ich mich einfach total hilflos & frage mich immer wieder, wie Menschen so etwas tun können!!

Ich bin so froh, dass hier bei uns die Gefahr rechtzeitig erkannt wurde und diese drei Männer aufgehalten werden konnten, etwas ähnlich schreckliches auch hier zu verüben!!

Offline Dinah Jensen

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Die Terroranschläge 2001 in New York, Bill war in der Stadt
« Antwort #4 am: 01. Dezember 2008, 12:20:40 »
18.12.07

Ich war damals 12 Jahre alt. Es war der 2. Schultag nach den Sommerferien, und wie es passiert ist, war ich in der Schule.  Als ich nach Hause kam, lief der Fernseher und meine Mutter sagte, ich soll schnell gucken und erzählte mir von den Terroranschlägen. Aber es interessierte mich nur mäßig, und ich dachte nur: 'Na und, es ist doch jeden Tag irgendwas'.
Mir wurde erst dann bewußt, daß wirklich was furchtbares passiert ist, als alle Fernsehprogramme nur über das eine berichteten, und in den nächsten Wochen die Zeitungen mit diesem Thema vollgestopft waren.

A veces ocurren cosas que escapan a nuestro control.

Offline Rabenkind

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Die Terroranschläge 2001 in New York, Bill war in der Stadt
« Antwort #5 am: 01. Dezember 2008, 12:21:12 »
18.12.07

Tja aber wer glaubt tatsächlich das so ein Wirbel gemacht wird wenn in Hintertimbuktu ein Gebäude in die Luft gesprängt (mit massig Menschenopfern) wird?
Das war eine grausame Tat ... aber nur so hochgepusht weil es um die Amis ging.

Es gibt Orte auf der Welt da sterben knapp so viele Menschen wie im Ground Zero an 1-2 Tagen 'lediglich' an Kriminalität. Da in dem Fall aber der 'Schuldige' nicht zu greifen ist, setzt sich der Mensch auch nicht mit auseinander damit er sich seiner Hilflosigkeit nicht bewusst wird.

Sorry ... für mich ist an dem tag keine Welt untergegangen...

Offline Martina

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Die Terroranschläge 2001 in New York, Bill war in der Stadt
« Antwort #6 am: 01. Dezember 2008, 12:21:57 »
18.12.07

Naja, aber was größeres und gewaltigeres als andere Anschläge war das ja schon.
Wenn man bedenkt, wie viele Leute dort auf einmal umgekommen sind, so mitten in der Stadt. Und es rasen auch nicht jeden Tag vollbesetzte Passagierflugzeuge in solch riesige Hochhäuser, die dann zusammenfallen als wären sie aus Sand.
Und wenn man bedenkt, was das alles nach sich gezogen hat: Die immer noch andauernden Kriege in Afghanistan und im Irak, wo seitdem fast täglich massenweise Soldaten erschossen oder harmlose Bürger in die Luft geprengt werden.
Ich finde das alles jedenfalls ziemlich schlimm.

Die Amis tragen zwar manchmal ihren Kopf etwas hoch und schauen auf andere Länder mitleidig oder hochnäsig herab, weil sie sich selber für die Größten halten, mit ihrem Geld protzen und vielleicht meinen, alle Ausländer wären neidisch auf sie und ihr Land, und da finde ich es auch okay, wenn sie mal eines besseren belehrt werden, aber das muss dann nicht mit Terroanschlägen passieren.

Aber du hast schon Recht mit deiner Aussage, dass schlimme Dinge, die weit weg in einem armen Land passieren, ungerechter Weise weniger oder gar keine Beachtung finden. Wenn vergleichbares dagegen in der reichen westlichen Welt passiert, ist das Geschreie jedesmal groß.